Hochsensibel: Warum ein dickes Fell nicht die Lösung ist

Emotionale Resilienz stärken

“Du musst dir echt mal ‘n dickeres Fell zulegen?`… So oder so ähnlich hat den Satz vermutlich jede*r von uns schon mal gehört oder zu uns selbst gesagt. Und deshalb hat mich ein Feedback zu meinem Elternkurs wirklich total bewegt - nämlich: ‘Du wirktest auf mich durchgehend sehr nah und echt’. Als ich das gelesen hab, musste ich erstmal kurz heulen. Denn das ist was ziemlich Neues für mich - mich authentisch zu zeigen. Davor hab ich jahrzehntelang versucht, mir ein dickes Fell zuzulegen. Das hat irgendwie auch ne Zeit lang geklappt. Aber das hat mich nicht glücklich gemacht, sondern krank.

Burnout vermeiden - meine persönliche Erfahrung mit dem dicken Fell

Mir war gar nicht so klar, wie sehr ich mich eigentlich anpasse.  Aber ich hatte mir das so angeeignet, weil ich mich unterbewusst nicht schwach zeigen wollte, weil ich im Job, in Freundschaften, Beziehungen so oft angeeckt bin, wenn ich meine Bedürfnisse geäußert habe.

Also hab ich meine Bedürfnisse einfach krass unterdrückt und bin ständig über meine Grenzen hinausgegangen oder hab es hingenommen, dass andere meine Grenzen nicht respektieren. Ich war zweimal mit einem Bein im Burnout, hatte Panikattacken und eine so starke innere Unruhe, kurzum, mein Körper hat so krass rebelliert, dass ich irgendwann wusste: Es muss sich was ändern. Also hab ich angefangen das dicke Fell wieder abzulegen, in einer Therapie, mit meiner Coach, in meinen Coachingausbildungen, mit EFT. 

Authentisch sein: Wie sich mein Leben verändert hat 

Seitdem habe ich nicht nur beim Fernsehen aufgehört, um als Coach zu arbeiten, ich habe die Beziehung zu einem Narzissten beendet, bin aus toxischen Freundschaften ausgestiegen. Ich bin authentisch geworden. Mit mir und anderen. Weil ich gemerkt habe, wie viel Stress es mir macht, mich nicht so zeigen zu können, wie ich bin.

Hochsensibilität offen leben: Meine Erfahrungen und Tipps 

Ich spreche mittlerweile komplett offen über meine Hochsensibilität. Wenn mir die Tränen kommen, sage ich, dass ich traurig bin. Wenn ich ko bin, sage ich Verabredungen ab. Wenn ich aufgeregt bin, weil ich einen neuen Elternkurs mache, dann spreche ich das laut aus. Und sobald ich das mache, ist die Anspannung raus. Ich muss nicht mehr die Kraft aufwenden, meine Gefühle zu unterdrücken, mir die Aufregung bloß nicht anmerken zu lassen. Ich weiß jetzt erst, wie viel Kraft mich das all die Jahre gekostet hat. Kein Wunder, dass mein Körper so oft Stopp gesagt hat.

Authentizität: Warum es sicher ist, du selbst zu sein

Und es kann sein, dass in dir jetzt eine Stimme sagt: “Aber wenn ich mich so zeige, wie ich bin, dann bin ich anstrengend, nicht genug, zu viel. Dann halten mich alle für zu sensibel.” Und genau an dem Punkt  unterstütze ich meine Klient*innen - mit all meinen Erkenntnissen und Coaching-Methoden, mit EFT, aber auch mit meinem Verständnis.

Ich helfe dir, die alten Überzeugungen, Muster und Glaubenssätze aufzudecken und loszulassen. Die sorgen nämlich dafür, dass du das Gefühl hast, dass es nicht sicher ist, du zu sein. Dass du nicht liebenswert bist, wenn du dich so zeigst, wie du bist. Und das ist es auch, was es für die meisten hochsensiblen Kids und Jugendlichen so schwierig macht. Es ist nicht die Hochsensibilität an sich, sondern, dass sie das Gefühl haben, sich ein dickes Fell zulegen zu müssen. Was einfach irre anstrengend und einfach keine gesunde, nachhaltige Strategie ist. 

Lass uns dafür sorgen, dass es sich für dich und / oder dein Kind sicher anfühlt, euch so zu zeigen, wie ihr eigentlich seid. Euch so anzunehmen, wie ihr seid. Nämlich empathische, gefühlvolle, kreative, einzigartige Menschen, die das Recht auf eigene Bedürfnisse haben.

Schau dich gerne auf meiner Seite um und melde dich bei mir. Ich freu mich auf dich!

Alles Liebe,

Susanne

Zurück
Zurück

Perfektionismus loslassen: Warum Fehler für Hochsensible wichtig sind ♡

Weiter
Weiter

"Warum dein hochsensibles Kind Probleme beim Einschlafen hat"